Kredit für Selbständige

Für alle Unternehmer (Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende) ist es schwer, einen passenden zinsgünstigen Kredit zu finden. Unternehmer arbeiten auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Sie sind nicht weisungsgebunden und können sich sowohl ihre Arbeitszeit als auch ihre Tätigkeit frei gestalten. Zur Gruppe der Selbstständigen gehören auch die Freiberufler. Freiberufler üben eine freie wissenschaftliche, schriftstellerische, unterrichtende und künstlerische Tätigkeit aus, wie zum Beispiel Ärzte, Journalisten und Rechtsanwälte.

Als Selbstständiger mit Gewerbeanmeldung (Gewerbetreibende) ist man aufgrund der ausübenden Tätigkeit verpflichtet, ein Gewerbe beim Gewerbeamt anzumelden. Zu dieser Personengruppe zählen unter anderem Gaststättenbetreiber und Taxifahrer. Viele Kreditanbieter unterscheiden zwar zwischen Selbstständigen und Freiberuflern, auf den Kredit selbst hat dies aber meist keine Auswirkungen. Sowohl Konditionen und Bedingungen sind gleich.

Das Besondere an einem Kredit für Unternehmer ist, dass die wirtschaftliche Bonität nicht - wie z.B. bei einem Angestellten - durch ein festes monatliches Gehalt garantiert ist. Bei Selbständigen, Freiberuflern und Gewerbetreibende sind die monatlichen Gewinne im Allgemeinen schwankend und auch für die Zunkunft schwer zu prognostizieren. Diese Unsicherheiten führen übrigens dazu, dass Unternehmer für ihren Kredit höhere Zinsen zahlen müssen als beispielsweise Angestellte.

Die Bonität bei Unternehmern werden anhand anderer Unterlagen geprüft. Dies ist meist aufwendiger. Folgende Unterlagen sind in der Regel bei einem Kreditantrag einzureichen: aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung, die Gewinn – und Verlustrechnung für mehrere Jahre rückwirkend, die letzten Kontoauszüge als Nachweis regelmäßiger Einkünfte und eventuelle Einkommensteuerbescheide.

Wer als Selbstständiger einen Ratenkredit beantragen möchte, sollte natürlich keine negativen Schufa-Einträge besitzen und die entsprechenden Sicherheiten vorweisen können. Oft wird verlangt, dass der Selbstständige seine Tätigkeit bereits länger als ein Jahr ausübt.

Nachdem der Kreditgeber das Darlehen an den Kreditnehmer ausgezahlt hat, muss dieser während der Laufzeit den Kredit in monatlich gleichen Raten zurückzahlen. Während der gesamten Laufzeit ist der Zinssatz unveränderbar. Die Zinsen, welche auch Bestandteil der monatlichen Raten sind, werden als Nominalzins ausgewiesen. Die meisten Banken erheben auch eine Bearbeitungsgebühr, die bis zu 3 % der Kreditsumme betragen kann. Zusammen mit dem Nominalzins ergibt der Bearbeitungsgebühr den effektiven Jahreszinssatz.